Feminismus und Kritische Theorie
Wochenendseminar der Basisgruppe Politikwissenschaft
Vom 11. bis 13. Dezember 2009 in St. Radegund bei Graz.
Mit Karin Stögner und Maria Pohn-Weidinger
Das Wochenendseminar soll Ansätze dazu bieten wie Kritische und
feministische Theorie zusammengedacht werden können. Dazu soll es
insbesondere um eine feministische Lektüre der Dialektik der Aufklärung
gehen. Die Vorbesprechung ist am 8. Dezember um 18:00 in der HuS
(Gassenlokal, Rathausstraße 19-21) ...more
Der Wahn vom Weltsouverän - Zur Kritik des Völkerrechts
Vortrag mit Gerhard Scheit
"Obamas internationales Image entspringt dem tiefsitzenden Wunsch, die Souveränität des verhaßten Hegemons USA gegen einen Souverän einzutauschen, der überall auf der Welt die Dinge gleichermaßen zum Guten zu wenden und die Staaten miteinander zu versöhnen imstande sei. Möge doch dieser Präsident von innen her die gewaltsame Politik des Staats, der die anderen Nationen so einseitig dominiert, in die friedliche Macht einer gerechten Weltregierung verwandeln, die auch noch für Klimaschutz sorge und selber frei von Atomwaffen sei" ...more
"Die Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand"Ideologiekritische Konferenz der Georg-Weerth-Gesellschaft Wien
Montag und Dienstag, 15. und 16. Juni 2009 im Neuen Institutsgebäude (NIG), Universitätsstraße 7, 1010 Wien
Philipp Lenhard:
Apokalypse als Chance
Alex Gruber:
Zur Ontologie der Differenz
Gerhard Scheit:
Die Sehnsucht nach dem Weltsouverän
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Eine Konferenz der Georg-Weerth-Gesellschaft Wien, mit freundlicher Unterstützung der Basisgruppen/Studienvertretungen Doktorat und Politikwissenschaften.
Die Politisierung der Lust - Sexualität im NationalsozialismusVortrag und Diskussion mit Ljiljana Radonic
Donnerstag, 4. Juni 2009, 20 Uhr
Hörsaal II NIG, Erdgeschoß, Universitätsstraße 7, 1010 Wien
Fragt man nach dem Geschlechterverhältnis im Nationalsozialismus, so liegt der Fokus auch heute noch auf der offiziellen Verherrlichung der Frau als desexualisierte Mutter. Der weibliche Körper soll als politisches Feld für die Rassepolitik gedient haben, Lust und Sinnlichkeit im Sinne der bevölkerungspolitischen Aufgabe unter Kontrolle gehalten worden sein. Das "Dritte Reich" war zweifelsohne ein gewaltiges Unterfangen zur rassistischen Steuerung der Fortpflanzung, doch die offenkundig verbrecherischen Aspekte der NS-Sexualpolitik waren nicht in eine insgesamt sexualitätsfeindliche Haltung eingebettet. more...
Wenn PostfaschistInnen zu sehr lieben - Zur Austreibung des Sexuellen aus der SexualitätVortrag und Diskussion mit Lars Quadfasel aus der Veranstaltungsreihe der Studienvertretung "Just Sex"
Donnerstag, 14.05.2009, 19:00 Uhr
Hörsaal II NIG, Erdgeschoß, Universitätsstraße 7, 1010 Wien
Adornos Diktum über die Kulturindustrie, sie sei »pornographisch und prüde«, ist längst zum Kennzeichen des falschen Ganzen geworden. Der erregte Blick auf die fremde wie die eigene Geilheit hat am allerwenigsten luxe, calme et volupté im Visier. Gerade dort, wo scheinbar ganz unverklemmt der selbstbewusste, souveräne Umgang mit der Geschlechtlichkeit eingefordert, gar das Bekenntnis zur ureigenen sexuellen Identität propagiert wird, wird offenbar, was abgewehrt werden muss, weil es sich keiner mehr leisten kann: der Trieb als das andere in mir, der macht, das ich nicht ganz bei mir selber bin. Diese Entsexualisierung der Geschlechtlichkeit ist Konsequenz einer Vergesellschaftung, die den Menschen zum geknechteten und verächtlichen, also weder liebenswerten noch zur Liebe fähigen Wesen macht. Die Nachfolgestaaten des »Dritten Reiches«, welches die Ströme des Eros erfolgreich auf Volk und Vaterland lenkte, wissen das Ressentiment gegen Liebe und Libertinage weiterhin in Dienst zu nehmen.
Veranstaltungsreihe "Utopie als Werkzeug in Politik, Kultur und ReligionEine Veranstaltung des Instituts für Wissenschaft und Kunst, unterstützt von den Studienvertretungen Politikwissenschaft, Philosophie und Psychologie
4 Vorträge im Mai und Juni 2009
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Alles Reden über das Ende der Utopien beweist zumindest eines: Vorüber ist noch lange nichts. Auch wenn die großen gesellschaftlichen Entwürfe in der realpolitischen Umsetzung gescheitert sind, die Funktion der Utopie als Hoffnungsträgerin und handlungskonstituierendes Moment bleibt. Aber wie ge- brauchen wir Utopien eigentlich? Davon ausgehend, dass ihre vorrangige Funktion darin besteht, Diskurse über ethisches, moralisches und politisches Handeln, also über das gute Leben in der guten Gesellschaft, zu strukturieren, möchte diese Vortragsreihe nachzeichnen, wie Utopien als Werkzeug zur Vermittlung entsprechender Wertvorstellungen in verschiedenen gegenwärtigen Diskursen eingesetzt werden, nämlich in Religion, Politik und Popkultur.
8. Mai - Ein Fest der Befreiung
Denkmal der Roten Armee
Schwarzenbergplatz, 17.30 Uhr
Aufruftext der Basisgruppe/Studienvertretung Politikwissenschaft
Am 8. Mai 2009 jährt sich zum 64. Mal die Zerschlagung der nationalsozialistischen Herrschaft. An diesem Tag feiern wir die Niederlage des deutschen Reiches, das Ende von Mord und Unterdrückung, die Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrations- und Vernichtungslagern - und trauern um die Ermordeten der Shoah.
"Entkorkte Flaschenpost?" - Kritische Theorie und Student_innenbewegungVortrag und Diskussion mit Hanning Voigts (Hamburg)
Dienstag, 11.05.2009 20:00 Uhr
HS II NIG (Erdgeschoß), Universitätsstr. 7
Die deutsche Student_innenbewegung der späten 1960er Jahre trat mit dem Anspruch auf, die bürgerliche Gesellschaft revolutionär verändern zu wollen. Zumindest in Berlin und Frankfurt gewann im SDS dabei auch die Kritische Theorie orientierenden Einfluss, die damals besonders Theodor W. Adorno in Frankfurt und Herbert Marcuse in San Diego (USA) vorantrieben. Die Kritische Theorie, die Adorno zufolge im Exil dazu gezwungen worden war, sich auf das Absenden einer "Flaschenpost" zu beschränken, war nun mit aktiven Nachfolger_innen konfrontiert, die nach eigener Aussage die revolutionäre Praxis zur Kritischen Theorie suchten. Sie kritisierten auch die politischen Haltungen etwa Adornos, wie sich zum Beispiel an den Schriften des Adorno-Schülers Hans-Jürgen Krahl zeigen lässt. Im Vortrag sollen die unterschiedlichen Reaktionen Adornos und Marcuses auf die Student_innenbewegung dargestellt und analysiert werden. more...
Präsentation: Reader Theaterwissenschaft und Postnazismus
Mittwoch, 22. April 2009, 19 Uhr
Schreyvogelsaal, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft (Hofburg, Batthyanystiege, 1010 Wien)
Der Reader beschäftigt sich mit der Geschichte des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Ein Institut dass nicht nur zur Nazizeit gegründet wurde, sondern auch nach dem Ende des Nationalsozialismus weiter lange in der Hand von Menschen mit nationalsozialistischer Gesinnung blieb. Im Anschluss an die Präsentation des Readers wird es noch eine kleine Feier geben. Eine Veranstaltung der Basisgruppe Theater-, Film- und Medienwissenschaft.
Zwangsarbeit auf 2950 Metern SeehöheEin Vortrag von Matthias Breit
Das Molybdänbergwerk in Vals (Tirol) 1941-1945
Dienstag, 21. April 2009, 19 Uhr
Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1011 Wien
Am Ende des Tiroler Valsterals findet man in einem Gebiet, das sich über zwei Berggipfel kilometerweit erstreckt, Spuren einer kompletten Bergwerksanlage: Abbaustollen, Erzseilbahn und Aufbereitung. Errichtet hatten sie Kriegsgefangene, Zwangs- und Fremdarbeiter aus Italien, Frankreich, Jugoslawien und der Sowjetunion. Unter dem Kommando der deutschen Wehrmacht sollte diese Anlage das kriegswichtige Edelmetall Molybdän liefern. Möglich war dieser Bergbau nur durch den Einsatz von Zwangsarbeitern. Molybdän jedoch wurde im Valsertal niemals gefördert. Bei den Recherchen zum Molybdänbergbau im Valsertal 1941-1945 sind im vergangenen Jahr rund 600 Fotos von Begehungen der weitläufigen Anlagen aufgetaucht. Es handelt sich um eine Fotoserie, mit der über die gesamte Bauzeit der Fortgang der Arbeiten auf den zahlreichen Baustellen zwischen Innervals bis hinauf unter die Alpeiner Scharte festgehalten wurde. Die Fotos zeigen erstmals die Barackenlager, in denen die seit Mai 1942 in Vals eintreffenden Zwangsarbeiter gelebt haben, sowie die hochalpinen Baustellen, auf denen sie arbeiten mussten.
Gedenken fuer die Betroffenen rechtsextremer und faschistischer Gewalt nach 1945Kundgebung verschiedener antifaschistischer Gruppen
31. Maerz 2009 um 17:00 Uhr vor der Universitaet Wien, Karl-Lueger Ring 1 (U2 Schottentor), 1010 Wien
Gedenkkundgebung anlässlich des Todes von Ernst Kirchweger und anderer Opfer von Nazis und Neonazis und gegen aktuelle rechtsextreme Tendenzen in der österreichischen Politik.
BDSM and Political Correctness...by Carl Smith. Veranstaltungsreihe der Studienvertretung "Just Sex"
Donnerstag, 26. März, 19:00
Hörsaal II (NIG, Erdgeschoß), Universitätsstraße 7, 1010 Wien
What is BDSM and what does it stand for and how does it challenge Political Correctness? How does a relationship between a Master and a Slave work? What could a BDSM-scene look like? This lecture will not only answer the above questions but will try to overcome some common stereotypes associated with BDSM.
Mahnwache anlässlich des 30. Jahrestages der Ausrufung der "Islamischen Republik" im IranKeine Geschäfte mir den iranischen Mullahs!
Mittwoch, 1. April 2009, 16.30 - 20.00
vor dem Parlament, Dr. Karl-Renner-Ring
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Die Nazis und der MuftiVortrag von Klaus Gensicke
Mittwoch, 18. März 2009
NIG, Hörsaal II, Universitätsstr. 7, 1010 Wien
Zur Frühgeschichte der palästinensischen Nationalbewegung und ihrer Kollaboration mit Deutschland Vortrag von Klaus Gensicke
Demonstration: Gegen den rechtsextremen WKR-Ball am 30.1.2009
Das alljährliche deutschnationale Großevent des Wiener Korporationsrings steht vor der Tür: Am 30. Jänner werden sich hunderte rechte und rechtsextreme Burschenschafter samt Balldamen, Alten Herren und internationalen Politiker_innen in der Wiener Hofburg die Hände zum Walzer reichen. Unwidersprochen bleibt dies nicht. Das Bündnis No Wkr mobilisiert zur Gegendemonstration am 30.01.2009, 17 Uhr, Treffpunkt Europaplatz. Weitere Informationen bietet nowkr.wordpress.com